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Gerade 24 Jahre
alt und endlich liegt das lang ersehnte zweite Album "Splendid Isolation" vor - der Nachfolger des hochgelobten Klassikers aus dem Jahr 2000 "Shallow and Profound", das viele als bestes Debutalbum des Jahres auf ihrer Liste hatten. Yonderbois neues Werk "Splended Isolation" ist die vollkommene Mischung aus 90er Jahre Trip-Hop, coolen Gitarren, Hip Hop, R&B und Filmmusik. Trotz der vielschichtigen Mixtur verliert das Album aber nie den speziell schwermütigen ungarisch-osteuropäischen
Flair, der Yonderbois Musik so einzigartig macht. |
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Es ist ein Genuss mitzuverfolgen, wie Yonderboi sich auf seinem neuen Album weiterentwickelt hat, es vollpackt mit Emotionen. Musik von einem jungen Mann, der versucht, Gesellschaft, Liebe, Krieg und Kunst zu begreifen.
Yonderboi, mit bürgerlichem Namen Laszlo Fogarasi, wuchs in Mernye, einem kleinen Dorf 250 Kilometer von Budapest entfernt auf. In seiner Kindheit zeigte er nur wenig Interesse für Musik, das Mitsingen im Schulchor wurde ihm verweigert. Seine Musiklehrerin sagte, er hätte kein Gehör für Musik und erlaubte ihm lediglich, das Singen vorzutäuschen und dabei stumm nur die Lippen zu bewegen. Aber sie überredete Laszlos Eltern, ihm Musikunterricht zu geben, denn sie hatte seinen Sinn für Rhythmen erkannt. In diesem frühen Stadium interessierte sich Yonderboi jedoch mehr für die bildende Kunst: Zeichnen, Malen und er nähte
sogar gern. Er war davon begeistert, Dinge zu kreieren. |
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Bis
zum 13. Lebensjahr wollte er ein Maler werden. In der Mittelstufe
nahm er dann für ein halbes Jahr klassischen Gitarrenunterricht
und kurz danach bekam er seinen ersten Computer - mit einer Mono-Soundkarte!
Enttäuscht von der eher traditionellen Musikausbildung, begann Yonderboi auf seine eigene Art und Weise Spaß an der Musik zu entwickeln. Er sah Musik als Material, als eine Art Kuchenteig zum kneten. Und die Tatsache, dass er hier selbst etwas gestalten und entwickeln konnte, gab ihm einen ganz speziellen Zauber. Er kümmerte sich selten um die Noten oder Akkorde, die er spielte, sondern konzentrierte sich immer auf die emotionale Wirkung, die seine Songs erzeugten. Dieser Zauber und die ständige
Suche danach ging seit dem niemals verloren.
Während der Highschool - Zeit reiste Yonderboi einige Male nach Budapest. Dort verbrachte er die meiste Zeit mit der Suche nach neuen Platten. Er begeisterte sich für die Vinyls vom Ninja Tune Label, für die Earth Compilations und die Platten von DJ Shadow und DJ Cam. Zurück in Mernye, tüftelte er weiter an seinem eigenen musikalischen Stil und verliebte sich in die Sounds der frühen französischen elektronischen Musik, die nun per Satellit in sein Wohnzimmer strahlten. Seine Favoriten: Super Discount Project, Air, und Dimitri from Paris. Ein paar Wochen später, an seinem 16. Geburtstag, sendete er sein erstes Demotape an Juice Records in Budapest, das schon den Titel "Pink Solidism" enthielt, mit dem er später international bekannt werden sollte. Der Demoplatte folgte schnell eine EP mit dem Namen "Cinnamon
Kisses EL"
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Yonderboi
machte den Schulabschluss im Sommer 1999, packte seine Koffer
direkt nach der Verleihung und zog nach Budapest. Bevor er überhaupt eine Wohnung in Budapest gefunden hatte, begann er die Aufnahmen zu seinem ersten Album. Als Aufnahmestudio und Nachtlager diente ein leerer Raum im Haus seines ungarischen Plattenlabels UCMG. Die Aufnahmen des Gesangs und der akustischen Instrumente fanden an nur zwei Tagen in einem professionellen Studio statt, länger
konnte er sich das Studio nicht leisten. Das komplette Album wurde
dann an einem preiswerten PC mit freier Software produziert.
Das Resultat ist überwältigend: "Shallow and Profound" ist ein wunderschönes
Album, emotional und melodisch, aber auch eine freche Mischung aus
Down Tempo, Trip Hop, Lounge und 60er Bar-Jazz.
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Das
erste Album von Yonderboi "Shallow And Profound" wurde dann im Januar 2000 auf Mole Listening Pearls veröffentlicht und verkaufte über 30.000 Kopien. In der ganzen Welt wurde er für sein Werk hoch gelobt und die Karriere des 18jähige konnte beginnen. In seinem Heimatland Ungarn lagen ihm die Menschen zu Füßen, er gewann die Goldene Giraffe, den Preis der ungarischen Musikindustrie, als bester Newcomer. Sein Album wurde auf Platz eins der besten 50 ungarischen Alben aller Zeiten gewählt (WAN2 Magazine) und er wurde der jüngste Bürger, der je das Silberne Kreuz der Ungarischen Republik für einen außergewöhnlichen
Beitrag zur ungarischen Kultur erhielt.
Viele Fans wollten ihn auch live hören und so packte er seinen MPC2000 XL zusammen und gründete
das Yonderboi Quintett. |
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Er
fragte seine Freunde, die ihm schon bei seinem Album geholfen
hatten: Balazs Zsagar am Keyboard, an den Plattenspielern DJ Bootsie,
Andor Kovacs an der Gitarre und Sängerin Edine Kutzora. Die fünf spielten zunächst in Clubs und auf Festivals in ganz Europa. Da die Konzerte einen coolen Jazz Vibe hatten, wurde das Quintett auf eine Reihe von Jazzfestivals eingeladen. Während dieser Zeit erweiterte Yonderboi immer wieder seinen musikalischen Horizont: Er arbeitete eng mit Florian Boesch für eine Theaterproduktion am Münchner Theater zusammen und produzierte Musik für den Schweizer Ausdruckskünstler Urs Luthi, die auf der Biennale in Venedig verwendet wurde. Zudem komponierte Laszlo für
diverse ungarische Filme die Musik.
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Nach
zwei Jahren voller Arbeit, entschied sich Yonderboi, ein paar
Gänge zurück zu schalten. Er nahm sich Zeit, seine Akkus
neu aufzuladen und experimentierte weiter an seinem ganz eigenen
Sound.
Er steigerte sein Interesse
an traditionellen Songstrukturen, indem er sich viele klassische Popsongs
anhörte. Er fand neue Helden in Musik und Film, Menschen wie Jack Nicholson, David Bowie, Sam Shephard, David Lynch, Jarvis Cocker, Paul Thomas Anderson, oder Vincent Gallo, die den immer noch jungen Künstler beeinflussten. Yonderboi verbesserte dadurch seine Fähigkeiten und entwickelte neue musikalische Skizzen durch das Sammeln neuer Lebenserfahrungen. Diese Skizzen entwickelten sich zu den herrlichen Songs auf dem neuen Album "Splendid Isolation".
Eine Art emotionale Neuauflage von den letzten drei Jahren seines Lebens.
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